Chinesische Investoren für Ukraine


© panthermedia.net/Jürgen Frese

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Dass die Bevölkerung Chinas trotz Ein-Kind-Politik weiter wächst und wächst, ist nicht neu. Nun soll wohl auch der chinesische Einfluss in Europa wachsen. Nutznießer ist dabei die Ukraine, die sich mit chinesischen Investitionen für die immer härter werdenden Bedingungen des Internationalen Währungsfonds IWF rüsten möchte. Zunächst fließen etwa 3,5 Milliarden Doller (ca. 3 Milliarden Euro) in den Energiesektor. Davon soll der Umbau von Gas- auf Kohlekraftwerke unterstützt werden. Mit weiteren 3 Milliarden Doller (etwa 2,5 Milliarden Euro) soll die Landwirtschaft gefördert werden. Davon profitiert wiederum China selbst, die sich Gegenzug mit hochwertigen Agrarprodukten aus der Ukraine beliefern lassen. Der chinesische Landwirtschafts-Kredit wird in den ersten fünf Jahren zinsfrei gewährt und soll dann mit sechs Prozent verzinst werden.

Vor allem der Deal im Energiesektor ist für die Ukraine von besonderer Bedeutung. Während die Ukraine mt ihrem Kohlevorkommen weltweit auf Platz sieben geführt wird, ist die Kohle-Förderung durch mangelnde Investitionen und fehlender Deregulierung eingebrochen, so dass das kohlereiche Land zum Netto-Importeur mutiert ist. Doch Kohle soll der Ukraine zu einer größeren Unabhängigkeit vom russischen Gas verhelfen. Der “Gas-Streit” zwischen Russland und der Ukraine hatte sogar Auswirkungen auf Westeuropa, als Russland aufgrund fehlender ukrainischer Zahlungen kurzerhand den Gashahn zudrehte und es dadurch auch zu Engpässen in Deutschland kam. Hintergrund: der von Ex-Premierministerin Timoschenko 2009 unterzeichnete Vertrag beinhaltete einen Preis von 425 Dollar (340 Euro) pro 1000 Kubikmeter Erdgas aus Russland. Zu teuer für die neue Regierung, die nicht mehr als 250 Dollar (200 Euro) zahlen wollen. Der Streit eskalierte und russischen Gasimporte wurden zurückgefahren. Doch Russland besteht aus die vertraglich festgelegten Mengen und will auf die vereinbarten Zahlungen nicht verzichten. Die Umrüstung der Gaskraftwerke auf Kohlekraftwerke soll die Lösung bringen und China hilf.

11 Kommentare

  1. inge sagt:

    Wenn man das so liest, muss man aufpassen, dass die Ukraine nicht den Rest Europas rechts überholt. Ich meine wenn die Chinesen was machen, dann ja wohl richtig.

  2. Martin sagt:

    Was weißt denn ihr aufpassen? Ich meine es ist doch eigentlich nicht schlecht wenn sich ein Land weiterentwickelt. Und wenn China nun in die Ukraine investieren möchte ist das doch was positives.

  3. Andy sagt:

    Die Chinesen investieren auch in alles was geht. Aber es kann für das Land nur vorn Vorteil sein. Ich mein viel Industrie und Wirtschaft haben die doch wirklich nicht.

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