Daimlerproduktion jetzt auch in Ungarn

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Im Jahr 2008 hat Daimler beschlossen, einen wesentlichen Teil seiner Produktion nach Ungarn zu verlagern. Erstmals sollen im ungarischen Kecskemét Personenwagen der Marke Mercedes-Benz vom Band rollen.
Weniger als vier Jahren nach der Stadtortentscheidung feierte das Mercedes-Benz Werk seinen Produktionsstart. Anlässlich der Eröffnung gab es ein Festakt mit rund 600 ungarischen und deutschen Gästen. Sie wurden begrüßt vom ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orbán sowie vom Vorsitzenden des Vorstands der Daimler AG und Leiter Mercedes-Benz Cars, Dr. Dieter Zetsche. Es ist geplant, dass das erste Fahrzeug aus dem Werk in Kecskemét im Rahmen einer öffentlichen Auktion versteigert werden soll. Der dabei erzielte Erlös soll der ungarischen Hilfsorganisation Nemzetközi GyermekmentÅ Szolgálat (zu Deutsch: Internationaler Kinderrettungsdienst) zu Gute kommen.
Das erste Produkt der neuen Mercedes-Benz Kompaktwagen-Generation, welches im neuen Werk ab sofort vom Band rollen soll, ist B-Klasse. Ihre Produktion war bereits im September vergangenen Jahres im deutschen Werk Rastatt angelaufen. Mit den erweiterten Produktionskapazitäten will man der großen Kundenresonanz insbesondere bei der erfolgreichen B-Klasse Rechnung tragen. Seit der Markteinführung im vergangenen November sind bei Mercedes-Benz über 100.000 Auftragseingänge für die B-Klasse eingegangen. Die Produktion der B-Klasse in beiden Werken – Rastatt und Kecskemét – soll eine flexible und optimale Steuerung der Auslastung der zwei Werke ermöglichen.
Daimler hat insgesamt rund 1,4 Mrd. Euro in die Produktion der neuen Mercedes-Benz Kompaktwagen-Generation investiert. Rund 800 Mio. Euro der gesamten Summe wurden für den Neubau des Werks Kecskemét aufgewendet – mehr als 200 Mio. Euro als für die Erweiterung des Werks Rastatt.
Das neue Werk in Kecskemét ist das erste Pkw-Produktionswerk im Rahmen des Daimler-Konzerns, welches im Vorfeld zu 100% digital geplant und dreidimensional abgesichert wurde. Am neuen Standort soll nur moderne und umweltfreundliche Technik eingesetzt werden. Beim gesamten Energiekonzept lag der Fokus auf Effizienz.
Das neue Daimler-Werk soll zum attraktivsten Arbeitgeber in der Region werden. Am neuen Standort soll die Qualifzierung der Mitarbeiter einen großen Stellenwert genießen. Daher sollen alle Beschäftigten an intensiven Schulungsprogrammen teilnehmen – nicht nur im werkseigenen Bildungszentrum in Kecskemét, sondern auch an manchen deutschen Standorten.

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