Kalt aber schön: St. Petersburg


© Sergey Tokarev - Fotolia.com

© Sergey Tokarev - Fotolia.com

Ein Wintertraum wird wahr – St. Petersburg lässt sich vor allem im eisigen Schneegestöber genießen. Dann türmt sich ein weißer Zuckerguss auf den hübschen und prächtig verzierten Bauten und verzaubert Besucher aus aller Welt.

Die nördlichste Millionenstadt dieser Welt ist seit mehr als zwanzig Jahren Weltkulturerbe der Unesco. Mitten durch St. Petersburg fließt der breite Fluss Newa – mit etwas Glück kann man hier eine Runde Schlittschuhlaufen – oder Eisbaden gehen. Im Sommer drücken sich tausende Touristen durch die langen Straßen der russischen Metropole. Doch im Winter hat man die Stadt quasi ganz für sich: Lange anstehen muss man dann nicht mehr. Selbst im sonst immer völlig überfüllten Katharinenpalast mit dem berühmten Bernsteinzimmer kann es passieren, einen Augenblick völlig allein im sagenumworbenen Palast zu stehen.

Entstanden ist St. Petersburg auf einem riesigen Sumpf. Die Peter-Paul-Festung, wo die heutige Millionenstadt einst geboren wurde, sollte man sich deshalb auf keinen Fall entgehen lassen. Dort erfährt man auch einiges über die bewegte Geschichte der Stadt: Lange wurde nämlich um die Vorherrschaft der strategisch attraktiven Stadt an der Ostseemündung gestritten – vor allem die Schweden lieferten sich erbitterte Kämpfe. Erst Zar Peter der Große vertrieb sie endgültig und ließ ab 1703 eben jene Peter-Paul-Festung zum Schutze der Bevölkerung und seiner politischen Macht errichten. Sein Ziel: Die schönste Stadt Russlands schaffen.

Kein Wunder also, dass man sich als Besucher manchmal wie in einem gigantischen Freiluft-Museum fühlt. In St. Petersburg wird Geschichte lebendig. Auf ganz andere Art und Weise etwa mit einem Besuch der Eremitage. Das Museum verfügt über eine der größten und bedeutendsten Kunstsammlungen auf der ganzen Welt. Von den rund drei Millionen Exponaten werden etwa 65.000 Stücke ausgestellt: Darunter auch große Namen wie Matisse, Picasso oder Monet. Auch das Gebäude der Eremitage an sich ist schon einen Besuch wert.

Genau wie die vielen Kirchen und Kathedralen in der Stadt: Gewaltige Kuppeln und feinste Details. Und auch schöne Aussichten, etwa von der Isaakskathedrale, auf einen wahr gewordenen Wintertraum.

Hinterlasse ein Kommentar