Lebenshaltung in Osteuropa immer noch günstig


panthermedia.net/Daniel Schoenen

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Das Preisniveau in Europa unterliegt von Region zu Region noch immer deutlichen Unterschieden.
In Nordeuropa ist das Preisniveau für Waren und Dienstleistungen am Höchsten, während Deutschland beispielsweise knapp über dem Durchschnitt der EU liegt.


Die Schweiz hat den Spitzenreiterplatz inne. Übernachtungen und Lebensmittel sind dort so teuer wie sonst nirgends in Europa. Immerhin liegt die Schweiz mit ihrem Preisniveau knapp 62 Prozent über dem Durchschnitt der anderen 27 EU-Länder. Wer bescheid weiß wird sich an dieser Stelle vielleicht wundern, denn die Schweiz gehört natürlich nicht zur EU. Trotzdem wurde sie vom Europäischen Statistikamt (Eurostat) mit insgesamt 37 anderen Ländern untersucht. 
In Deutschland ist das Leben nach dieser Studie gar nicht einmal so teuer. Noch günstiger ist es dagegen in den mitteleuropäischen Ländern. Trotz vorangeschrittener Osterweiterung sind auch in Osteuropa die Preise in den meisten Warenkategorien weit niedriger als anderswo in Europa.
Dabei liegt Bulgarien mit 49 Prozent unter dem Durchschnitt an der Spitze. Polen und Rumänien liegen hinter der Spitze auf den Plätzen zwei und drei. Die Plätze vier und fünf werden von Ungarn und Litauen belegt. Schaut man ein Stück über den Tellerrand und bezieht auch andere Nicht-Eu-Staaten in die Wertung ein, würde die ehemalige Republik Mazedonien Bulgarien sogar vom Thron stoßen. Insbesondere Alkohol ist dort auffallend preiswert.


Wer noch auf der Suche nach einem preisgünstigen Urlaubsziel ist, dem sei die Türkei empfohlen, denn trotz des starken Wachstums in den vergangenen Jahren ist es dort noch immer überraschend preiswert. So erreicht das Preisniveau dort nur 62 Prozent des Durchschnitts der EU. 
Griechenland hingegen liegt bei 95 Prozent und hat damit in den letzten Jahren gegenüber der Türkei an Attraktivität als Urlaubsland verloren.


Für die Untersuchung des Preisniveaus der Länder hat Eurostat einen Korb mit verschiedenen Produkten zusammengestellt. Darin enthalten waren Produkte aus den Kategorien: Nahrungsmittel, alkoholische Getränke und Tabakwaren, Bekleidung, Unterhaltungselektronik, Privatfahrzeuge, sowie Beherbergungs- und Gaststättendienstleistungen.

20 Kommentare

  1. Kramer sagt:

    Man muss aber auch bedenken das die Menschen hier viel weniger verdienen und zu dem auch noch ein schlechterer Lebensstandard.

  2. Claudia sagt:

    Das kann man doch gar nicht miteinander vergleichen. Für den “Luxus” den wir hier leben, müssten die Menschen dort auch ein Haufen bezahlen.
    Und bei uns ist das ein Standard.

  3. Camille sagt:

    Also ich finde es auch eher schwierig, einfach einen Korb voll Dinge zu kaufen und am Ende zu sehen wie teuer es ist. Die Preise müssen an den Einkommen gemessen werden. Viel Prozent ein Menschen von seinem Geld dafür ausgeben muss. Dann kommen wir auf echte Vergleichswerte.

  4. Mitri sagt:

    Das ist wieder so eine Studie, die niemand braucht und auch nur Geld gekostet hat. Sollte man lieber für andere Dingen ausgeben die wichtiger sind.

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