Länderinformationen: Tschechien (Česko)

Amtliche Bezeichnung: Česká Republika (Tschechische Republik)
Hauptstadt:
Weitere größere Städte:
(über 50.000 Einw.)
Einwohner: ca. 10,3 Mio. (davon in Prag ca. 1,2 Mio.)
Fläche: 78 884 km²
Verwaltungsgliederung:

14 Bezirke (Kraj): Praha, Středočeský krajJihočeský krajPlzeňský krajKarlovarský kraj,Ústecký krajLiberecký krajKrálovehradecký krajPardubický krajVysočina,Jihomoravský krajOlomoucký krajZlínský krajMoravskoslezský kraj.

Amtssprache: Tschechisch
Das Tschechische gehört zum westlichen Zweig der slawischen Sprachen.
Minderheiten: Slowaken, Polen, Deutsche, Roma u.a

Politik:
Währung:

Tschechische Kronen: 1 koruna (kc) = 100 halerů (h)

Wirtschaft & Finanzen:
Verkehr:
Bildung & Wissenschaft:
  • Universitäten: Univerzita Karlova v Praze – Karls-Universität Prag, Masarykova univerzita v Brne – Masaryk-Universität Brno, Univerzita Palackého v Olomouci – Palacký-Universität Olomouc (…)
Kultur:

Die bedeutensten tschechischen Schriftsteller der Gegenwart sind Milan Kundera, Bohumil Hrabal, Pavel Kohout, Jáchym Topol u.a.

Religion: Katholiken, Böhmische Brüder (Protestanten), Hussiten u.a., mehr als 50% Konfessionslose.

Tourismus:
weitere Links:
Geschichte:
  • 1620-1918: Die ehemaligen tschechischen Kronländer Böhmen, Mähren und (ehemalig Österreichisch-) Schlesien gehören zu Österreich-Ungarn.
  • 1918: Nach dem Zerfall von Österreich-Ungarn wird die unabhängige Tschechoslowakei – der Zusammenschluß von Tschechen und Slowaken – ausgerufen. Präsident dieser Ersten Republik ist Tomáš G. Masaryk. Sein Nachfolger wird 1935 der langjährige Außenminister Eduard Beneš.
  • 1938: Infolge des Münchener Abkommens müssen die sudetendeutschen Gebiete an der Deutsche Reich abgetreten werden. Beneš tritt 1938 zurück und verläßt das Land
  • 1939-45: Unter militärischem Druck werden die tschechischen Gebiete als “Protektorat Böhmen und Mähren” dem Deutschen Reich angegliedert. Die Tschechoslowakei verliert ihre staatliche Existenz.
  • 1942: Zerstörung des Dorfes Lidice und Ermordung seiner männlichen Bevölkerung durch die Nationsozialisten als “Vergeltungsaktion” für das Attentat auf den stellv. Reichsprotektor Heydrich.
  • 1945: Wiederherstellung der alten Tschechoslowakei (mit Ausnahme der Karpato-Ukraine, die an die UdSSR fällt). Zwangsaussiedlung der Sudeten- und Karpatendeutschen. Beneš, der während des Krieges in Londoner eine Exilregierung aufbaute, wird wieder Staatspräsident. Die Sudetendeutschen werden unter großen Verlusten vertrieben.
  • 1948: Ein Staatsstreich zwingt Beneš zum Rücktritt, sein Nachfolger wird der Kommunist Klement Gottwald (amtiert bis 1953). Zwangsvereinigung der Sozialdemokraten mit der KPC. Umgestaltung von Wirtschaft, Politik und Gesellschaft nach sowjetischem Vorbild.
  • 1957: Antonín Novotný (seit 1953 gleichzeitig Erster Sekretär der tschechischen KP) wird Staatspräsident. Seit Mitte der 60er Jahre war er der wachsenen Kritik einer Gruppe von Reformern ausgesetzt.
  • 1968: Alexander Dubček wird Novotnýs Nachfolger und leitet eine Liberalisierung der Innenpolitik ein (“Prager Frühling”). Einmarsch der Truppen des Warschauer Pakts im August und brutale Niederschlagung der Reformbestrebungen. Dubček verliert seine Parteiämter, Liberalisierungsansätze werden rückgängig gemacht.
  • 1975: Gustav Husák wird Staatspräsident.
  • 1977: Entstehung der Bürgerrechtsbewegung “Charta 77” (Sprecher: J. Hajek, V. Havel und J. Patočka).
  • 1989: Die “sanfte Revolution”. Zunehmende Massendemonstrationen bewirken den Dialog zwischen Regierung und Opposition. Vaclav Havel, Sprecher des neu gegründeten Bürgerforums (OF), wird nach dem Rücktritts Husáks zum Staatspräsidenten gewählt. Dubček wird Parlamentspräsident.
  • 1990: Umbenennung des Staates in Tschechische und Slowakische Föderative Republik (CSFR).
  • 1993: Auflösung der Föderation und Entstehung der selbständigen Tschechischen Republik.
  • (…)

Ein paar Worte…

Hallo! – Ahoj!
Guten Tag! – Dobrý den!
Auf Wiedersehen! – Na shledanou!
ja – ano
nein – ne
danke – děkuji
bitte – prosím
Veranstaltungen in Tschechien tschechische Zeitungen

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