Länderinformationen: Ungarn (Magyarország)

Amtliche Bezeichnung: Republik Ungarn (Magyar Köztársaság)
Hauptstadt:
Weitere größere Städte:
Einwohner: ca. 10,1 Mio. (davon in Budapest 1,9 Mio.)
Fläche: 93 030 km²
Verwaltungsgliederung: 19 Komitate (Bács-Kiskun m., Baranya m., Békés m., Borsod. Abaúj Zemplén m., Csongrád m., Fejér m., Gyõr-Moson-Sopron m., Hajdú Bihar m., Heves m., Jász-Nagykun-Szolnok m., Komárom m., Nógrád m., Pest m., Somogy m., Szabolcs-Szatmár-Bereg m., Tolna m., Vas m., Veszprém m., Zala m.) und Budapest
Amtssprache: Ungarisch
Das Ungarische gehört zu den finno-ugrischen Sprachen.
Minderheiten: Ungarndeutsche, Serben, Kroaten, Rumänen, Slowaken, Roma.
Nationalfeiertage: 15. März, 20. August, 23. Oktober

Religion: ca. 88% Christen (65% Katholiken und 23% Protestanten)

Politik:
  • Regierung der Republik Ungarn.
  • Parlament der Republik Ungarn.
  • Külügyminisztérium – Außenministerium der Republik Ungarn.
Währung: 1 Forint (Ft) = 100 Filler (f)
Wirtschaft & Finanzen:
Transport:
Bildung & Wissenschaft:
Kultur:
  • Nemzeti Kulturális Örökség Minisztériuma – Ministry of Cultural Heritage.
  • Bekannte ungarische Bands/Sänger: Márta Sebestyén, (…)
  • filmhu – Hungarian film industry.
Veranstaltungen/Events:
Tourismus:
weitere Links:
Geschichte:
  • (…)
  • 1000-1526: Unabhängiges Königreich Ungarn
  • 1526: Schlacht von Mohács. Die Osmanen siegen über Ludwig II. von Ungarn und Böhmen.
  • 1541: Die Osmanen erobern Buda (das nun die westlichste Grenzstadt des Osmanischen Reiches ist). Ein großer Teil des Landes gerät unter türkische Herrschaft. Siebenbürgen wird ein selbständiges Fürstentum und der Norden und Westen Ungarns gerät in den Herrschaftsbereich der Habsburger.
  • 1686: Rückeroberung Budas und Pests durch Habsburg und nach der Vertreibung der Osmanen seit 1699 (Frieden von Karlowitz) Beginn der Herrschaft über ganz Ungarn.
  • 1703-1711: Unabhängigkeitskampf gegen die absolutistische Verwaltung Leopolds I. in Siebenbürgen unter dem Fürsten Ferenc II. Rákóczi, der mit einer Niederlage endet.
  • 1848: Unter der Führung von Sándor Petőfi (1823-1849) bricht in Pest die ungarische Revolution aus, die zum offenen Bruch mit Habsburg führt. Niederschlagung des Freiheitskampfes mit Hilfe russischer Truppen 1849.
  • 1867: Krönung Kaiser Franz Josefs I. zum König von Ungarn und Gründung der österreich-ungarischen Doppelmonarchie.
  • 1918: Nach dem Zerfall von Österreich-Ungarn wird die Republik Ungarn ausgerufen (König Karl IV. hatte zuvor auf den Thron verzichtet). Soziale und politische Spannungen im Innern.
  • 1919: Errichtung einer Räterepublik durch Béla Kun (bricht nach 133 Tagen zusammen).
  • 1920: Friedensvertrag von Trianon. Ungarn verliert über zwei Drittel seines Staatsgebietes an Rumänien und außerdem Gebiete an die neugeründetete Tschechoslowakei.
  • 1920-1944: Miklós Hórthy wird zum Reichsverweser mit beschränkten königlichen Rechten gewählt.
  • 1938: (Nov.) Erster Wiener Schiedsspruch. Ungarn wird die südliche Slowakei und die Karpato-Ukraine (die Gebiete um Mukačeve (ung. Munkács) und Užgorod (ung. Ungvár)) zugesprochen (muß 1947 wieder abgetreten werden).
  • 1940: Zweiter Wiener Schiedsspruch. Ungarn erhält von Rumänien einen Teil Siebenbürgens (muß 1947 wieder abgetreten werden).
  • 1941 tritt Ungarn auf deutscher Seite in den 2. Weltkrieg ein und beteiligt sich am Krieg gegen die UdSSR.
  • 1944: (19. März) Besetzung durch deutsche Truppen, nachdem ungarischen Bestrebungen deutlich wurden, aus dem Krieg auszuscheiden. Judenverfolgung unter Eichmann.
  • 1944/45: Besetzung durch die Rote Armee.
  • bis 1949: Umgestaltung von Wirtschaft, Politik und Gesellschaft nach sowjetischem Vorbild. Entstehung der ungarischen “Volksrepublik” unter Generalsekretär Mátyás Rákosi.
  • 1953: Lockerung der stalinistischen Politik unter Ministerpräsident Imre Nagy. Ein Machtkampf zwischen Nagy und dem Alt-Stalinisten Rákosi entscheidet sich 1955 für Rákosi.
  • 1956: Der ungarische Volksaufstand in Budapest wird von sowjetischen Truppen blutig niedergeschlagen. Nagy (erneut Ministerpräsident während des Aufstandes) wird 1958 hingerichtet.
  • 1956-1988: Unter János Kádár ist die Politik innenpolitisch durch Liberalisierung und Wirtschaftsaufschwung (der sog. Gulaschkommunismus) und außenpolitisch durch Anlehnung an die Sowjetunion gekennzeichnet .
  • 1968: Beginn des Reformkurses des “Neuen Ökonomischen Mechanismus”.
  • 1988: Mit der Entmachtung Kádárs gewinnen die Reformkräfte Oberhand. Liberalisierung und Übergang zum politischen Pluralismus.
  • 1989: Beginn des Abbaus der Sperranlagen an der ungarisch-österreichischen Grenze (Ungarn öffnet damit seine Grenze für Bürger aus der DDR).
    Ausrufung der Republik (23.10.) nach der Herbstrevolution.
  • 1990: Erste freie Wahlen. Á. Göncz wird zum Staatspräsidenten gewählt.
  • (…)
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